Hydrocotyle leucocephala

Brasiliansicher Wassernabel, Wasserefeu

Der Brasilianische Wassernabel (Hydrocotyle leucocephala) wird gelegentlich als Wasserefeu bezeichnet und ist in Mittel- und Südamerika heimisch. Er zählt, wie übrigens auch das heimische Efeu (Hedera helix), zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae).

Da er sehr robust ist und mit widrigen Umständen zurechtkommt, zählt er zum Standard-Wasserpflanzen-Sortiment und wird häufig kultiviert.

Unter Wasser wächst er gerne flutend, das heißt, er bildet lange Triebe, sodass seine Blätter auf der Oberfläche treiben können.

Hydrocotyle leucocephala

Da er, wenn die Bedingungen stimmen, zu den schnell wachsenden Pflanzen gehört, ist der Wassernabel am besten in einem Becken ab 100 Liter aufgehoben. Er kann in die Mitte, an den Rand oder in den Hintergrund gepflanzt werden.

Viel Pflege benötigt er dort nicht, man muss ihn nur regelmäßig ausdünnen, damit er die anderen Pflanzen nicht zu stark schattiert.

Am besten gedeiht er mit viel Licht, bei Temperaturen zwischen 22 und 28 °C. Er kommt aber auch im Kaltwasserbecken gut zurecht.

Wassernabel

Die Pflege als Zimmerpflanze

Hydrocotyle leucocephala wächst an Land rankend oder hängend und eignet sich zum Begrünen von Spalieren oder für Blumenampeln.

Basisinfos
  1. Standort: sonnig bis halbschattig
  2. Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig oder bei 15 °C überwintern
  3. Gießen: gleichmäßig feucht bis nass
  4. Düngen: erst ein Jahr nach dem Umtopfen, dann nur von April bis September
  5. Substrat: Blumenerde oder mineralischer Mix
  6. Vermehrung: Stecklinge

Der Standort darf sonnig bis halbschattig sein. Das Übersommern im Garten oder auf dem Balkon ist möglich. Dort sollte man ihn aber langsam an die direkte, nicht mehr durch ein Fenster gefilterte sonne gewöhnen. Wenn die Temperaturen beginnen, dauerhaft unter 10 °C abzufallen, kommt er zurück ins Haus.

Als Substrat eignet sich handelsübliche Blumenerde. Die hält man gleichmäßig feucht bis nass. Ständig im Wasser stehen sollte der Topf nicht, sonst kann die Erde faulen, was nicht sonderlich gut riecht. Ballentrockenheit verträgt der Wassernabel nicht, sie führt nach sehr kurzer Zeit zum Vertrocknen der Triebe.

Gedüngt wird von April bis September, flüssig, mit Stäbchen oder anderen Langzeidüngern. Damit muss man aber erst ein Jahr nach dem Umtopfen beginnen, da die meisten Erdmischungen vorgedüngt sind.

Wassernabel Blüten

Die kugelförmig angeordneten Blüten des Wassernabel.

Hydrocotyle leucocephala kann das ganze Jahr über bei Zimmertemperatur kultiviert werden, verträgt es im Winter aber auch kühl, um die 15 °C und kurzzeitig sogar unter 10 °C.

Er neigt während der kalten Jahreszeit zum Befall mit Spinnmilben. Am einfachsten ist es, wenn man die befallenen Triebe abschneidet.

Vermehrung

Der Wassernabel lässt sich durch Stecklinge vermehren. Dafür eignen sich die Triebspitzen oder Teile mit 1 bis 2 Blättern.