Lemna minor

Kleine Wasserlinse, Entengrütze

Lemna minor kennt der Volksmund als Kleine Wasserlinse oder Entengrütze. Sie ist auch bei uns wild wachsend anzutreffen und eignet sich für die Kultur im Kalt- oder Warmwasserbecken.

Lemna minor

Wasserlinsen bekämpfen

Wenn die Bedingungen stimmen, kann Lemna minor schnell die Wasseroberfläche zuwuchern. An die darunter wachsenden Pflanzen gelangt dann nur noch wenig Licht, sodass sie verkümmern.

Wer das nicht möchte, sollte neu gekaufte Pflanzen gut auf etwaige Anhaftungen der Kleinen Wasserlinse untersuchen. Oder sie wird mit schattenverträglichen Arten, wie zum Beispiel den Speerblättern (Anubias) kombiniert.

Für den Gartenteich gilt: Vorbeugung ist die beste Bekämpfung. Wurde sie eingeschleppt, wird man sie nur schwer wieder los.

Tipp: Wasserlinsen werden gerne von den Apfelschnecken-Arten der Gattungen Marisa und Pomacea gefressen.

Nachteile: Die Marisa-Arten fressen so gut wie alle anderen Wasserpflanzen und die Pomacea-Arten dürfen innerhalb der EU nicht mehr gehalten werden.

Haltung

Für das gute Gedeihen von Lemna minor ist nährstoffreiches Wasser nötig. Ich hatte einige Exemplare in einem eher spärlich eingerichteten Becken, ohne Tierbesatz. Ihr Bestand blieb mit 5 bis 10 kleinen Linsen gut 2 Jahre konstant, bis ich begann, Blasenschnecken darin zu halten und diese regelmäßig zu füttern. Anschließend durfte ich mindestens 1-mal im Monat Wasserlinsen abschöpfen.

Die Kleine Wasserlinse kann sich aber auch positiv auf das Mikroklima in einem Aquarium auswirken, sie filtert Nährstoffe aus dem Wasser und entzieht den Algen die Lebensgrundlage.

Mit der Kultur im Einmachglas hatte ich kein Glück. Trotz regelmäßiger Düngergaben (eisenbasiert), sind die Aronstabgewächse nach ein paar Wochen abgestorben. Dass ein Nährstoffmangel vorliegt, lässt sich an den Blättern erkennen, die sich erst hellgelb färben und dann ausbleichen.

Wasserlinsen Eisenmangel

Unterernährte und bereits abgestorbene Wasserlinsen.

Vermehrung

Um die Vermehrung von Lemna minor muss man sich nicht kümmern, das macht sie von alleine. Zumeist geschieht es vegetativ (ungeschlechtlich), durch Ausläufer, die sich nach einiger Zeit von der Mutterpflanze lösen.

Kleine Wasserlinse

Die Kleine Wasserlinse vermehrt sich durch Ausläufer.

Sie soll auch in der Lage sein, sich geschlechtlich (generativ) fortzupflanzen. Das Ausbilden von Blüten konnte ich trotz langjähriger Kultur noch nicht beobachten.

Verwandte Arten: