Wasserpflanzen im Glas

Kleiner als Nano Nquarium geht nicht? Doch, einige Wasserpflanzen wachsen gut in einem mindestens 1, 5 Liter Wasser fassenden Glas. Hierfür eignen sich Arten aus dem Kaltwasserbereich, wie zum Beispiel das Kleine Pfeilkraut (Sagittaria subulata).

Pflege
  1. Licht: hell aber ohne direkte Sonne oder mit Kunstlicht (Energiesparlampe) beleuchten
  2. Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig
  3. Größe: Gläser mit Volumen ab 1,5 Liter
  4. Wasserwechsel: im geschlossenen Glas alle 6 bis 12 Monate 1/3 des Wassers erneuern. Im offenen Glas verdunstetes Wasser nachfüllen.
  5. Sonstige Pflegemaßnahmen: Mulm absaugen bei Bedarf

Das passende Glas

Ideal sind Gläser ab einem Volumen von 1,5 Litern.

Dekorativ aber für viele Pflanzen ungeeignet sind Einmachgläser. In ihnen können nur sehr kleine Arten überleben.

Wasserpflanzen im Einmachglas

Anubias barteri var. nana (links) und Sagittaria subulata (rechts) eignen sich nicht für die Kultur im Einmachglas.

Bei den in Bau- und Supermärkten im Plastikbecher angebotenen Pflanzen handelt es sich zumeist um Sumpfpflanzen. Die schnell in die Höhe wachsen können. Sie benötigen ein offenes Glas, zum Beispiel eine Glasvase.

Ludwigia-repens

Ludwigia repens (hinten) und Alternanthera reineckii cardinalis (vorne). Aus dem Wasser ragende Triebe können als Stecklinge geschnitten und eingetopft werden.

Das biologische Gleichgewicht

Sollen Pflanzen im Glas gut gedeihen, muss sich ihr Mikrokosmos im Gleichgewicht befinden. Im Idealfall werden absterbende Blätter zersetzt, sodass sich Nährstoffe für die Entwicklung von neuen Blättern bilden. Häufig wachsen aber nur Algen. Nehmen sie überhand, entziehen sie den Pflanzen Licht und Nahrung, sodass sie verkümmern oder sterben.

Wasserpflanzen im Glas

Nur im rechten Glas befindet sich der Mikrokosmos im Gleichgewicht.

Die Entwicklung von Algen lässt sich nicht vermeiden, aber zumindest verzögern. Begünstigt wird sie durch Sonnenlicht und Wärme. Aus diesem Grund sollte das bepflanzte Glas zwar hell, aber vor der Sonne geschützt stehen.

Tierische Helfer

Ein guter Algenkiller ist die Blasenschnecke. Die aber nicht ihr ganzes Leben im kleinen Glas verbringen sollte, sondern maximal 2 bis 4 Wochen. Ein Aquarium ab 10 Liter Volumen bietet ihr mehr Auslauf.

Blasenschnecke

Wer Schneckenlaich hat, kann den in das Glas geben und die Jungtiere darin groß ziehen. Das funktioniert auch gut mit der braunen und orangenen Form der Posthornschnecke.

Zum Auflockern des Bodens eignen sich Tubifex. Die kleinen roten Würmer vertragen schmutziges Wasser. Für ein paar Wochen kommt Bewegung ins Glas, dann nimmt die Anzahl der Würmer ab. Dass sie sich massenhaft vermehren konnte ich nicht beobachten.

Geeignete Arten

Zum Bepflanzen von Gläsern sollten Wasserpflanzen verwendet werden, die Zimmertemperatur vertragen, langsam wachsen und nicht höher werden als 15 Zentimeter.

Als extrem robust hat sich übrigens der Moosball erwiesen. Der übrigens zu den Algen zählt. Er hat in einem schattig und zeitweise dunkel stehenden Glas überlebt.

Ebenfalls robust ist Cryptocoryne wendtii. Diesen Wasserkelch hatte ich über ein Jahr in einem Putzeimer.

Sagittaria

Breitblättriges Pfeilkraut (Sagittaria platyphylla), links und Kleines Pfeilkraut (Sagittaria subulata), rechts.

Anubias barteri nana

Kleines Speerblatt (Anubias barteri var. nana)

Helanthium tenellum

Zwergschwertpflanze (Helanthium tenellum) syn. Echinodorus tenellus

Cryptocoryne parva

Zwerg-Wasserkelch (Cryptocoryne parva)

Cryptocoryne wendtii

Wendts Wasserkelch (Cryptocoryne wendtii)

Fontinalis antipyretica

Gewöhnliches Quellmoos (Fontinalis antipyretica)

Quellmoos